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Stockwaage

1882

Johann Martin Roth aus Philippsburg – Hauptlehrer in Steinegg – beruf eine Versammlung der Imker des Biets 1881 in der Brauerei Enz in Tiefenbronn. Zum 01.01.1882 trat der Imkerverein Würmtal (34 Mitglieder) dem badischen Hauptverein für Bienenzucht bei.

1902: Bei der Versammlung des Pforzheimer Bezirksvereins im Gasthaus Sonne in Tiefenbronn traten einige Mitglieder dem Bezirksverein bei.

Nach dem Wegzug von Hauptlehrer Roth hörte die Vereinstätigkeit zunächst nach einem folgenden Vorstand auf, nicht aber das Imkern im Biet.

1905

Der Hamberger Hauptlehrer Julius Kleiner ergriff in Sachen Imkerverein wieder die Initiative. Am 1. Juni 1905 wurde der wiedergegründete Imkerverein als Würmgauverein in den Badischen Landesverein für Bienenzucht aufgenommen. Dieser wiedergegründete Imkerverein hatte 48 Mitglieder.

Es gibt ein erhaltenes Gründungsprotokoll mit den nach Orten aufgeführten Vereinsmitgliedern.

1919

Aus dem Protokollbuch ab 23. Feb 1919: Oberlehrer Kleiner, der zweite Mitbegründer von 1905, war aus Buchen angereist und hielt einen Vortrag unter anderem über die Vorzüge der Zanderbeute.

Bereits am 27. Juni 1919 kamen die damaligen Imker in Friolzheim zusammen. Neuer Vorstand: Wilhelm Raible, Schriftführer: Gustav Holzhauer

26.12.1922: Erstmalige Erwähnung einer Bienenkrankheit „Ruhr“.

Nach langer Wartezeit konnte am 3. Juli 1928 die Belegstelle im Gemeindewald von Neuhausen eingeweiht werden. Von 94 Königinnen wurden 82 befruchtet.

19.04.1931 erfolgte eine Unterrichtung der Vereinsmitglieder, dass faulbrutverdächtige Völker angezeigt werden müssen.

1933

Herr Albert Raible, Würmtal, sprach über Bienenkrankheiten und bezeichnete die Nosema als die gefährlichste aller Bienenkrankheiten.

Vorträge von Mitgliedern des Vereins:

  • Albert Raible, Würmtal:
    • Bienenkrankheiten (Nosema – gefährlichste aller Bienenkrankheiten)
    • Vortrag über Frühjahrsbehandlung und die Pflege abgeschwärmter Muttervölker.
  • Wilhelm Raible:
    • Vortrag über Bienenkrankheiten und Arsenvergiftung welche durch Spritzen der Obstbäume hervorgerufen wurde.

Juni 1940: Von jedem Bienenvolk sollen 6 Pfund Honig zum Preis von 1 Mark abgeliefert werden. Ebenso soll alles überflüssige Wachs, alte Waben und Wabentrester abgeliefert und der Industrie für Kriegszwecke zugeführt werden. Wer aus Böswilligkeit keinen Honig abliefert hat keinen Anspruch auf verbilligten Zucker (06.07.1941).

1942

19.4.1942 auf Wilhelm Raible, der 23 Jahre Vorstand war, folgte Fritz Spielmann aus Mühlhausen.

02.12.1945: Nach dem Zusammebruch des 2. Weltkriegs, dem viele Millionen Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fielen, hat auch die Bienenzucht gelitten. Die Völkerzahl ging im Imkerverein Würmgau von 846 Völker auf 554 zurück. Der Verein soll nun wieder neu aufgebaut und zum Frühjahr mit Zucker beliefert werden.

1945

Ab dem 02.12.1945 ist Karl Ochs aus Hamberg der neue Vorstand. Auf Vorstand Karl Ochs folgte Heinrich Decker aus Tiefenbronn, der 1967 Leiter der Imkerschule Heidelberg wird.

1968

Nach dem Wegzug von Heinrich Decker nach Heidelberg ist für kurze Zeit Karl Ochs wieder Vorstand bis am 10.3.1968 Robert Bellezer aus Tiefenbronn Vorstand wurde. Robert Bellezer hielt bis 02.02.1975 das Amt inne.

1975

Richard Leicht nahm am 02.02.1975 bei der Versammlung den Posten des 1. Vorsitzenden an. Bis zum 11.02.2006 hatte er dieses Amt inne, viele Jahre auch in der Funktion als Schriftführer.

In die Amtszeit von Richard Leicht fällt neben vielen Versammlungen mit Vorträgen und Filmen das Auftauchen der Varroamilbe (12.09.1980). Das 100-jährige Jubiläum des Imkervereins Würmgau wurde 1982 in der Gemmingenhalle in Tiefenbronn gefeiert. Mitglieder des Imkervereins beteiligten sich an Festumzügen örtlicher Vereine, besonders in Hamberg. Auch um den Imkernachwuchs hat sich Richard Leicht bemüht und eine Bienen-Arbeitsgemeinschaft an der Verbandsschule im Biet betreut.

2006

Seit dem 11.02.2006 ist Jürgen Klamser aus Neuhausen erster Vorsitzender des Imkervereins Würmgau. Der Verein hat zu dieser Zeit 36 Imker und 325 Bienenvölker.

2014

Ab 2014 war Bernhard Sickinger übergangsweise Vorstand. Seit 2015 hält Rudi Nagel das Amt inne.
Ein Grundstück in Neuhausen wurde vom Verein 2016 erworben. Darauf steht der Bienenwagen, der eine Spende des langjährigen Vereinsmitglied Edmund Wiedmann war. Gemeinsam haben wir den Bienenwagen gebaut.

 

Willkommen auf der Internetseite des Imkerverein Würmgau. Sie haben hier die Gelegenheit, Einblicke in die Lebensweise der Bienen zu bekommen.

Viele Menschen nehmen Bienen nur als herumschwirrende Insekten wahr, denen man zu Gute hält, uns mit Honig zu versorgen. Weniger gegenwärtig und nicht in barer Münze auszudrücken ist die immense Bedeutung der Biene für die Landwirtschaft, den Obst- und Gartenbau, die Erwerbs- und Hobbygärtner und den ökologischen Wert für unsere heimische Natur. Ohne die Bienenhaltung würde die Artenvielfalt in der Natur mit Sicherheit zurückgehen.

Alarmierende Zahlen kommen aus Amerika, wo nach ersten Schätzungen mehr als die Hälfte der Bienenvölker zusammengebrochen sind. Und das in einen Land, wo die Biene als Produktionsfaktor mit einer Wertschöpfung von der Comell-Universität mit etwa 14 Mrd. Dollar eingeschätzt wird. Kein geringerer als Albert Einstein sagte voraus, dass die Menschheit noch vier Jahre überlebt, wenn die Biene ausstirbt. Vielleicht ist das auch der Grund, dass sich die Medien zunehmend mit diesem Thema beschäftigen.

Die Biene hat in unserer Kulturlandschaft kaum noch natürliche Möglichkeiten zum Überleben. Durch die Forstwirtschaft mit der betriebswirtschaftlichen Nutzung finden Bienen kaum noch natürliche Wohnräume, wie hohle Bäume für die Überwinterungsmöglichkeit. Deshalb sind die Bienen genauso auf uns angewiesen wie wir auf sie. Das macht die Imkerei unersetzlich.

Leider geht die Zahl der Imker zurück und damit auch die Zahl der Bienenvölker. Sollten wir Ihr Interesse an diesem faszinierenden und bedeutenden Hobby geweckt und für die Bienenhaltung sensibilisiert haben, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme freuen.

Imkerverein Würmgau

Der Name Propolis stammt aus dem Griechischen und bedeutet ,,vor der Stadt". Symbolisch meinte man damit die Wächter, die rechtzeitig warnen sollen, wenn ungebetene Gäste in die Stadt eindringen wollen. Der Name veranschaulicht die Hauptwirkung dieses Stoffes, weil er verhindert, dass Krankheitserreger in den Bienenstock eindringen, die unter Umständen das ganze Bienenvolk vernichten können.

Dieses hochwirksame natürliche Antibiotikum hat ein breites Wirkungsspektrum. Unter anderem bekämpft es zahlreiche Bakterien, Pilze und sogar verschiedene Viren, gegen die der Schulmedizin noch kein wirksames Arzneimittel zur Verfügung steht. Von diesem Universal- Heilmittel kann die Pharma-Industrie noch eine ganze Menge lernen.

Die Bienen sammeln Propolis (Kittharz) vor allem von Birken, Buchen, Erlen Pappeln
Rosskastanien, Ulmen und Nadelbaumen. Der Harzgehalt betragt 10-70 %. Das weiche,gelbe und wohlriechende Harz dient zur Auskleidung von Rissen im Bienenstock und Neutralisierung und Isolation von Fremdkörpern, die die Bienen nicht aus dem Stock befördern können.

Schon in der Antike galten Milch und Honig als die Schönheitsmittel überhaupt. Die
ägyptische Königin Kleopatra badete jeden Tag in Milch und Honig. Kein Wunder, dass Honig auch heute noch in vielen Pflegeprodukten, Cremes und Körperlotionen enthalten ist. Viele Kosmetika mit Honig lassen sich selbst herstellen. Auf dieses Thema soll jedoch nicht näher eingegangen werden, da sonst der Honig knapp werden könnte.

  • 1 Pfund Honig hat 1.625 Kalorien
  • 80 % Frucht-u. Traubenzucker, 20 % Wasser
  • Enzyme, wie Glucoseoxidate, Phosphate,
    Invertase, Diastase und Amylase
  • Vitamine, darunter Vitamin C, B1, B2, B6,
    H (Biotin), Pantothensäure, Folsäure
  • Aminosäuren, wie z.B. Prolin
  • ca. 120 Duft- und Aromastoffe
  • Pollen usw.

Der Preis ist zwar teurer als im Supermarkt aber beste Qualität hat ihren Preis, denn Honigkauf ist Vertrauenssache.

Für die alten Germanen war der Bienenhonig schlicht die "Speise der Götter" - dem Honig, so glaubten sie, verdanke ihr Gottvater Odin seine Unsterblichkeit, Kraft und Weisheit. Wenn germanische Heere in die Schlacht zogen, führten Sie immer ein Fass Honig zur Behandlung von Kriegsgefangenen mit sich. So sehr schätzten sie die Heilkraft des Bienenprodukts.

Die moderne Medizin entdeckt erst heute das alte Wissen wieder, dass Honig viel mehr ist, als nur ein süßer Brotaufstrich. Obwohl die Nahrung der Bienen hauptsächlich aus Trauben- und Fruchtzucker besteht und nur Spuren von Vitamin B1, Kalium, Magnesium, Eisen und Enzymen enthält, hat Honig eine heilende Wirkung. Sogenannte Inhibine, bestimmte Eiweißstoffe im Honig, schwemmen Entzündungen aus. Der hohe Zuckergehalt verhindert dass sich Bakterien vermehren können. Honig wirkt nicht nur anti-bakteriell, sondern entzieht
der Verletzung Wundwasser und fördert nebenbei das Zellwachstum. Honig wird heute erfolgreich gegen Schuppenflechte, Neurodermitis und Herpesbläschen eingesetzt.

Doch nicht nur äußerlich angewandt ist Honig ein Heilmittel. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Phenolsäure und Flavonoide haben antioxidative Wirkung. Wie weit das vorbeugend gegen Krebs wirken kann wird mit Hochdruck erforscht. Bei Tierversuchen an Mäusen wurde eine Wachstumshemmung bei Tumoren festgestellt. Als altes Hausmittel gilt Honig auch bei Erkältungskrankheiten und Halsentzündungen.

Honig wird sofort vom Blutkreislauf aufgenommen und liefert schnell Energie. Er regt den Kreislauf an, kräftigt den Herzmuskel, unterstützt die Magen- und Darmsekretion, begünstigt die Heilung der kranken Leber, beruhigt (besonders mit Milch) und fördert den Schlaf. Diabetiker sollten mit ihrem Arzt sprechen.

So entsteht Honig

Für ein Pfund Honig besuchen die Bienen weit mehr als 2 Millionen Blüten. Sie schlürfen mit ihrem Saugrüssel den Nektar aus den Blüten, reichern die Flüssigkeit dann im sogenannten Honig-Magen mit Enzymen an und bringen die Blütenbeute in den heimischen Stock. Dort kümmern sich die Arbeiterinnen um den Saft. Sie dicken wässrigen Nektar ein, indem sie heftig mit den Flügeln schlagen. Dabei verwandelt sich der Blütensaft langsam in bernsteinfarbenen Honig. Nach vier Wochen sind die fleißigen Bienen körperlich am Ende und sterben. Sie haben in ihrem arbeitsreichen Leben nicht nur Honig gesammelt, sondern auch viele Millionen Blüten bestäubt.

Das sollte man wissen

Honig sollte kühl und dunkel lagern. Ob das goldgelbe Naturprodukt flüssig oder kristallisiert ist, spielt qualitativ keine Rolle. Generell gilt: Je höher der Traubenzuckeranteil, desto schneller wird Honig fest, von unten nach oben. Kristallisierter Bienenhonig darf nicht über 40 Grad erhitzt werden, wenn er wieder verflüssigt werden soll. Sonst werden Vitalstoffe und Enzyme zerstört.

Der Steinegger Hauptlehrer Johann Martin Roth gründete im Sommer 1881 mit den
Imkern des Biets und der nahen schwäbischen Orte in der Bierbrauerei Enz in Tiefenbronn einen Bezirksverein, der den Namen Würmtalverein erhielt.
Roth wurde gebeten, den ersten Vorsitz zu übernehmen. Bis November 1881 hatte der Verein 34 Mitglieder.

Zum 1. Januar 1882 erfolgte der Beitritt des neuen Vereins zum badischen Hauptverein für Bienenzucht.
Hauptlehrer Roth hat sich sehr im Verein engagiert. Er hielt viele Vorträge und besuchte seine Vereinsfreunde, wobei er sie in Fragen der Imkerei beraten hat.

Unter dem dritten Vorstand ging der Verein wieder ein.

1901 hat eine Versammlung des Pforzheimer Bezirksvereins im Gasthaus Sonne in Tiefenbronn stattgefunden, wobei u.a. auch der Tiefenbronner Hauptlehrer Joseph Engel das Wort ergriff. Nach einigen Vorträgen traten einige neue Mitglieder dem Pforzheimer Bezirksverein bei, der nunmehr um die 100 Mitglieder zählte und sich durch die Verbreitung einer rationellen Bienenzucht, auch im Biet, verdient gemacht hat.

Durch den Hamberger Hauptlehrer Julius Kleiner wurde der Imkerverein Wümgau wieder zu neuem Leben erweckt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1905 wurde der neugegründete Bezirk "Würmgauverein" in den Badischen Landesverein für Bienenzucht aufgenommen. Er hatte 48 Mitglieder, die in fast allen Bietorten vertreten waren.

Die ältesten Einträge aus dem Protokollbuch stammen aus dem Jahr 1919.